Umstellung der IT-Leistungsverrechnung
Herausforderungen
Periodengerechte und kostenträgerbezogene Kostenbuchung
Erfassung der Maximalkapazitäten für technische IT-Services
Die Erfassung der maximalen Kapazitäten für technische IT-Services hat zum Ziel, die Stückkosten dieser Services präzise zu bestimmen. Um die Stückkosten zu ermitteln, werden die Vollkosten eines jeweiligen technischen Services herangezogen und zu seiner Maximalkapazität ins Verhältnis gesetzt. Die maximale Kapazität ergibt sich aus der Summe der bereits allokierten Kapazität und der noch verfügbaren Leerkapazität eines technischen IT-Services. Die Abbildung der Maximalkapazitäten muss auf geeignete Weise im SAP-System erfolgen. Anfänglich war unklar, in welchem SAP-Modul und mit welchen Objekten diese Abbildung erfolgen sollte.
Festlegung eines Verfahrens zur Bestimmung der Stückpreise
Kritische Erfolgsfaktoren
- Expertise des Sourcing-Beraters
- Methodik zum Vergleich komplexer IT-Angebote
- Zeitvorteile in der Vorbereitung der Ausschreibung
- Einsatz bewährter Prüfdateien und Auswertungsmatrizen
Expertise des Sourcing-Beraters
Der IT-Einkauf der EnBW beauftragte Dr. Fochler & Company mit der Planung und Durchführung des Ausschreibungsverfahrens. Drei Gründe gaben den Ausschlag dafür: Die nachgewiesenen Erfahrungen bei EU-Ausschreibungen von umfangreichen IT-Leistungen nach SektVO, die sehr guten Verhandlungsergebnisse bei anderen IT-Sourcing-Vorhaben und die Bereitstellung von IT-Vertragsvorlagen sowie Vorlagen zur Durchführung von EU-Ausschreibungen.
Methodik zum Vergleich komplexer IT-Angebote
Um komplexe IT-Angebote objektiv bewerten zu können, setzte Dr. Fochler & Company auf eine bewährte Methodik: Bereits zur Ausschreibung wurden alle relevanten Informationen veröffentlicht – inklusive Softwareanforderungen, Vertragsbedingungen und Rollenverteilung im Projekt. So entstand Transparenz und echter Wettbewerb.
Der veröffentlichte Vertragssatz regelte alle Aspekte der Leistungserbringung – von der Standard-Software über den Betrieb bis hin zu projektbezogenen Details. Zudem legte EnBW ihre Mitwirkung im agilen Vorgehen und bei SaaS-Modellen fest. Anbieter mussten eigene Anforderungen an EnBW benennen und bewerten, wodurch die Angebote gut vergleichbar und die Gesamtkosten frühzeitig kalkulierbar wurden.
Zeitvorteile in der Vorbereitung der Ausschreibung
Dr. Fochler & Company brachte seine bewährten Vorlagensätze in dieses Ausschreibungsverfahren ein. Diese wurden im Vorfeld der Ausschreibung gemeinsam mit dem IT-Projektteam und der Rechtsabteilung auf die spezifischen Belange des Vorhabens abgestimmt. Dr. Fochler & Company unterstützte zudem bei der Erhebung der funktionalen und non-funktionalen Anforderungen an die gesuchte Software. Auf Basis der Vorlagensätze von Dr. Fochler & Company und Dank der konstruktiven Zusammenarbeit aller beteiligten Stakeholder konnten im Rahmen der Ausschreibungsvorbereitung innerhalb von vier Monaten ca. 50 Ausschreibungs- und Vertragsdokumente zur Ausschreibungsreife gebracht werden. Der gesamte Ausschreibungssatz umfasste unter anderem folgende Dokumente: IT-Rahmenvertrag, Auftragsverarbeitungsvertrag, Leistungsschein Proof of Concept, Leistungsschein Software-Einführung und-Anpassung und Leistungsschein Software as a Service.
